Vorbehaltlich einer vertraglichen Einigung mit dem derzeitigen Vermieter und der noch ausstehenden Gremiengenehmigung plant Evonik Industries, die von ihrer Tochtergesellschaft Industriepark Wolfgang GmbH (IPW) betriebenen Standorte in Frankfurt und in Hanau zusammenzulegen. Das bedeutet, dass der Standort in der Frankfurter Weißfrauenstraße nach Hanau-Wolfgang verlegt wird.
Die Katze ist aus dem Sack, etwaige Gerüchte wurden bestätigt und der Konzern fährt eine sehr offene und positive Informationsstrategie. Die Gründe für die Entscheidung den ehemaligen Hauptsitz der Degussa in Frankfurt mit dem Forschungsstandort in Hanau-Wolfgang (20km von Frankfurt entfernt) zusammen zu legen sind aber nicht so einfach wie auf den ersten Blick der Faktor Geld (der immer eine Rolle spielt) vermuten mag.
Zum einen ist da aber natürlich das Geld. Die Mietpreise in Frankfurt werden sich im Jahr 2015 im Vergleich zu heute verdoppelt haben - da ist sowohl der Bau als auch Betrieb eines hochmodernen Hochhauses in Hanau günstiger.
Ein weiterer Faktor sind natürlich die (Achtung, buzzword-Alarm!) Synergieeffekte die genutzt werden können. Zwar werden beide Standorte schon von der Industriepark Wolfgang GmbH betrieben, aber grade in der Standort-IT werden (und müssen) viele Systeme durch die räumliche Trennung doppelt betrieben werden. Telefonanlage, Netzwerkinfrastruktur, Facility Management, Hauspost… in der Summe eine ganze Menge.
Dazu sollte man noch erwähnen, dass die ehemaligen Kasernen der US Streitkräfte in Hanau (direkt am Industriepark gelegen) nun frei stehen und die Stadt Hanau das an den Industripark angrenzende Gebiet zur Industriezone erklären will.
Unter dem Strich also eine logische Entscheidung. Auch wenn sie (was ganz normal ist) bei den Mitarbeitern in Frankfurt leichte Befürchtungen weckt. Umso besser ist die klare Ansage dass jeder derzeit am Standort Frankfurt beschäftigte Mitarbeiter mit einer Arbeitsplatzgarantie rechnen kann. Denn eins ist sicher: egal wieviele Aufgaben und Standorte konsolidiert werden (buzzword-Alarm!) - die Arbeit wird nicht weniger, ganz im Gegenteil. Jeder Mitarbeiter zählt. Eine klare Botschaft die so manch anderer deutscher Industriekonzern vermissen lässt.
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