Wer nennt Mozillas Prism zuerst Desktop 2.0?
Mozilla Labs (die kleinen grünen Kobolde die neben dem Goldschatz am Ende des Regenbogens sitzen und in ihrer Freizeit Firefox coden) hat heute Prism (ehemals WebRunner) angekündigt - ein Projekt, das das Web auf den Desktop (außerhalb des Browsers) bringen soll.
In den letzten Jahren sind Webanwendungen wie GMail, Flickr, Twitter oder auch Amazon oder eBay ein immer integralerer Bestandteil des Computers geworden und mischen sich quasi unter die lokalen Anwendungen wie Office.
Um allerdings die Webanwendungen zu bedienen, muss der Anwender nicht nur die Applikation verstehen, sondern auch wie er mit dem Browser umgehen muss. Was sind Favoriten, was bewirkt der Zurück-Button etc. Hier will Prism ansetzen und den Webanwendungen das Look & Feel einer nativen Betriebssystem-Anwendung geben. Dazu gehören natürlich auch ein anständiger Shortcut und das richtige Icon.
Das richtige Aussehen kann dadurch erzielt werden, dass einem Bundle (also quasi dem “Paket” einer Webanwendung - ein simples Zip-Archiv mit Endung “.webapp”) ein CSS namens webapp.css beigelegt wird. Ein Beispiel dafür könnt Ihr hier sehen - der Google Reader in WebRunner auf einem Mac.
In ihrer Ankündigung haben Mozilla Labs unter anderem mehrere Mockups (= Entwürfe für Teile des Userinterface) mit eingebaut. Alex Faaborg hat dazu auch geblogged und geht unter anderem auf die Icon-Problematik ein. Das Icon für Prism kommt übrigens von The Iconfactory die auch die Icons in Windows Vista verantwortlich sind.