Die gefühlte Sicherheit
Nach Beobachtungen aller beteiligten Sicherheitsträger und auch der Vertreter der Fanbetreuung wurden rund um das Karlsruher Wildparkstadion intensive Kontrollen durchgeführt, die das Maximum an verhältnismäßigem Aufwand und zumutbarer Sorgfalt für einen Veranstalter klar erreicht hatten.
Der ausführliche Bericht von beverungen, der Spiel und Umgebung live begutachten konnte:
Wir stießen wieder auf Matze, der uns verklickerte, dass er die Einlasskontrollen im Stadion überwunden hatte, um dann tatsächlich zurück in die Kneipe zu wandern, um in aller Ruhe ein Bier zu trinken und Mittag zu essen. Pünktlich zum Abpfiff war er dann wieder am Stadion. Sachen gibt's.
Über das Sicherheitskonzept der Karlsruher dürft Ihr jetzt entscheiden. Sachen gibt's.
The Prodigy – Invaders Must Die
Eigentlich wollte ich ja was über das neue Album schreiben, aber der Spiegel hat mir irgendwie die Worte aus dem Blogentwurf geklaut. Verfluchte Presse!
Hätte es irgendwen gegeben, der jünger, frischer, aufregender als The Prodigy ist, hätten wir aufgehört. So aber mussten wir zurückkommen.
Keith Flint
Generell muss ich sagen, dass mir die Musik-Sparte von Spiegel Online ziemlich gut gefällt. Gut recherchiert und auch gut geschrieben. Ist nicht überall so.
Bürokratie bis zum Ersticken
Heute morgen habe ich zufällig mitbekommen, wie jemand seine Mütze im Shuttlebus vergessen hat. Hilfsbereit wie ich bin hab ich dem Fahrer angeboten das Stück Stoff mit zum Empfang am Haupttor zu nehmen weil der rechtmäßige Besitzer es später gleich abholen wollte.
Gesagt getan - Mütze geschnappt, kurz erklärt dass die jemand vergessen hat und sie aber gleich abholt - und dann kam ich aus dem Staunen nichtmehr heraus. Der nette Kollege vom Werkschutz war total überfordert. Erst wusste er garnicht, was er mit soviel Information anfangen sollte. Danach setzten sich die grauen Zellen in Bewegung und erfassten messerscharf: das ist ein Fall für eine Fundanzeige!
So stand ich nun da und sah den Herren von dannen ziehen, auf der Jagd nach einem Formular für eine Fundanzeige. Drei Minuten später kam er wieder, einen dicken Ordner unter'm Arm. Mit zitternder Hand streckte er mir die Kope einer Kopie einer Kopie einer Kopie einer eingescannten Kopie eines Musters das mal ein Wordfile war entgegen.
Seelenruhig füllte ich die Felder aus, die so wichtig für die Mühlen der Bürokratie sind:
Beschreibung -> Mütze
Wert -> 20 €
Vorname, Nachname, Abteilung -> Hab ich.
Wohnort, Strasse -> Wollt Ihr auch noch meine Schuhgröße?
Nachdem ich dann noch Datum und Uhrzeit hinter meiner Unterschrift eingetragen hatte, schaute der nette Herr vom Werkschutz - nun merklich unaufgeregter - auf den Zettel und warf noch schnell "Benötigen Sie Hilfestellung?" ein. Er erblickte die geschäftzten 300 Gramm Tinte auf dem Papier und erstrahlte: "Sie sind ja schon fertig!"
Fühlt sich gut an, Menschen glücklich zu machen. Aber versucht das mal beim Finanzamt!
Coelze 2009 in Rodenbach
War lustig, jo

Bilder gibt's wie immer im privaten Bereich (mit Passwort)
Auch die alten Freunde sterben mal – GIGA schließt die Pforten
Vor 11 Jahren begann ich damit meine Finger in die Richtung des Internet auszustrecken. Erst ganz zaghaft, für 1,50 DM/Viertelstunde in der Stadtbibliothek. Viel dazu beigetragen hat ein TV Sender, den ich zufällig beim "nach-der-Schule-zapping" entdeckt habe: GIGA
Damals noch auf der Frequenz von NBC Europe, von 15 bis 20 Uhr. Mit Moderatoren der Ersten Stunde: Miriam Pielhau, Emily Whigham, George Zaal, Jochen Domenicus, Uta Fußangel und und und. Vieles war improvisiert, eine Menge Humor war dabei und es fanden sich eine Menge Leute die Spaß an der Mischung hatten (sogar meine Eltern schauten gerne GIGA - ich ließ ihnen allerdings auch keine andere Wahl, die Fernbedienung immer fest umklammert)
Elliot2 - der wohl am schlechtesten administrierte IRC Server zwischen 1998 und 2003 - ist den alten Hasen noch ein Begriff. Nachdem ich meine Eltern überreden konnte sich doch ISDN anzuschaffen, traf man sich täglich um sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Zu vielen Bekannten aus der damaligen Zeit habe ich auch heute noch Kontakt, knapp 20 trafen sich 2001 in Jena und feierten das "Hangout CT". Einige aus dieser Zeit darf ich heute noch meine Freunde nennen. Es war eine schöne Zeit.
Doch nicht nur ich wurde älter - auch GIGA wurde es. Meine Interessen veränderten sich und die der Investoren von GIGA auch. Ein letztes Mal mit GIGA Fühlung aufnehmen konnte ich auf unerwartete Weise: im April 2006 - zum Launch der Public Beta 1 von Tactical Operations: Crossfire - durfte ich bei GIGA Games das Ergebnis von 2 Jahren Arbeit präsentieren. Tim Feldner - damals Moderator bei GIGA Games - erzählte mir von den Plänen den eSport in Deutschland über GIGA noch besser zu vermarkten. Es klang interessant - und auch sehr gewagt. Heute scheint den Geldgebern endlich ein Licht aufgegangen zu sein: Deutschland ist eben nicht Südkorea. Und so muss man nicht groß nach Gründen für die Einstellung des über die Jahre verkomerzialisierten Formats GIGA suchen - der Eigentümer Premiere liefert sie gleich mit: Wirtschaftskrise, gesunkene Einnahmen durch Sponsoren und Werbeträger. Fokussierung auf das Kerngeschäft.
In diesem Sinne: schönen Feierabend!
Notwendige Klaue
Hab' grade knapp 60 Installationsmappen für die PCs unterschreiben müssen die ich in den letzten 6 Tagen installiert hab. Selbst ich kann meine Unterschrift jetzt nichtmehr entziffern. Jetzt kann ich auch Ärzte und Doktoren durchaus nachvollziehen.
GMP schlaucht ganz schön.
Pralles Ei auf grünem Rasen? "Kleine" SuperBowl Panne
Was haben die Amerikaner 2004 leiden müssen als Janet und Justin aus Watergate mal schnell den Nipplegate machten. Eine ganze Nation war geschockt - und die Leute mit Sinn für Humor machten sich einen Spaß aus der "Garderoben-Fehlfunktion":
Mal schauen, wie lange es dauert bis die Comedians die diesjährige SuperBowl-Panne für sich entdecken: ein kleiner Porno-Einspieler nach einem Touchdown. Respekt! Am schönsten fand ich bisher den Artikel des Escapist.
Der Untergang (des Einzelhandels?)
Es ist ja nichts neues, dass der Einzelhandel darüber klagt, dass eBay und die ganzen anderen "Internetsachen" ihnen das Geschäft vermiesen. Seit gestern letztem Donnerstag weiß ich auch warum so laut geklagt wird: sie können es einfach nicht besser. Nicht das Jammern - das Verkaufen.
Donnerstag Nachmittag, 17 Uhr: Mission "RockBand kaufen"
17:20 - Saturn
RockBand nur für die Wii erhältlich. Und da auch nur im Komplett-Set mit Schlagzeug. Keine einzige "normale" Version. GuitarHero III gibt's noch für die PS3. Inklusive Gitarre. Für 99 €.
17:35 - Kaufhof
PS3 Spiele? Insgesamt 20 Stück. RockBand? Garnicht da. GuitarHero? Ein Exemplar inkl. Gitarre - für die PS2.
17:50 - Karstadt
RockBand? Für die Wii. Komplettes Set. Nur 200 €. GuitarHero, ja. Eine leere und kaputte Verpackung - für die PS2.
18:00 - Kleiner Spieleladen um die Ecke
Laden gibt's nicht mehr, da ist jetzt ein Thai Imbiss drin.
19:00 - Amazon
Einzelhandel im Internet ist auch nicht besser. RockBand OVP für 70€, Gitarre nicht mitgerechnet. Die kostet nochmal 70€. Oder 140€ für Spiel, Gitarre, Schlagzeug und Mikro.
Klarer Sieger ist nun eBay geworden. RockBand US + RockBand AC/DC + Les Paul Gitarre für insgesamt 90€.
Der nächsten Rock-Session steht also nichts im Wege. Ein Arbeitskollege bringt sein Schlagzeug mit, ein Kumpel und ich werden die Plastikgitarren auf dem Balkon zertrümmern und seine Freundin singt. (Manche Quellen behaupten ich könnte nicht singen. Damit liegen sie defintiv richtig!)
Nachtrag: Gitarre bei Amazon ab sofort nurnoch 19,97€. Haben wohl doch was gelernt.
Harte Arbeit
Das sollte man den Kindern in der Schule auchmal beibringen:

Kommt übrigens von Indexed
