bastelbude Lieber grob richtig als präzise falsch

14Jan/102

Avatar

Heute wurde ich 3D-entjungfert.

Dazu nur 3 Worte: **** ************* ****! (wer das errät bekommt von mir ne Tüte Gummibären zugeschickt)

Wenn James Cameron sich für solche Ergebnisse ab jetzt immer soviel Zeit für seine Filme lässt bin ich damit durchaus einverstanden.

Story: Sehr gut.
Glaubwürdige Charaktere und gute Schauspieler sorgen dafür, dass die Grundvoraussetzungen gegeben sind. Die Umwelt und die Einflüsse die auf die Charaktere wirken sind bis in's letzte Detail durchdacht und glaubwürdig, das Zusammenspiel ist logisch, wenn auch an manch einer Stelle vorhersehbar und Cameron gab der Story die nötige Zeit sich vollends zu entfalten. Selbst die Pause in der >170 Minuten Vorstellung war an einer logisch guten und zur Story passenden stelle. Der eher tiefe Hintergrund selbiger ist relativ offensichtlich verpackt - was dem Fluss der Geschichte allerdings zugute kommt. Ein Geschichte die einen groß zum Nachdenken anregt (American History X o.ä.) sollte man natürlich nicht erwarten.

Effekte: Abartig (gut).
Wenn es einen Leitfaden für's Filmemachen gibt in dem einen Film der in einigen Szenen komplett und an vielen vielen kleinen Stellen mit Effekten nur so bestückt ist behandelt wird, sollte Avatar hier als Beispiel dienen.
In kaum einer Szene wirkten die Effekte fehl am Platz, sie ordnen sich der Geschichte und den Charakteren unter, treten aber glaubwürdig und realistisch in den Vordergrund wenn es gewollt oder benötigt wird. Die Animation der digital gestalteten Na'vi ist sehr gut gelungen - grade was Bewegungsabläufe und Gesichtsausdrücke betrifft. Den Schauspielern wurde wirklich gestattet ihren Teil zu ihrem Avatar beizutragen.

3D: Willichsofort.
Ohne Kompromisse ist das 3D Kinoerlebnis jedem weiter zu empfehlen. Ich würd' sogar erwarten dass ein Blinder von einem 3D Film dieser Kategorie beeindruckt ist.
Von "Effekten" zu reden ist bei 3D Kino wirklich untertrieben - es haut einen regelrecht um. Mücken, Asche, Staub, durch Hitze wallende Luft - fein eingesetzte Effekte die wirklich wie zum Anfassen aussehen. Gespenstisch, wie schnell ich mich daran gewöhnt habe - ich bin auf meinen nächsten "2D" Film gespannt und darauf, wie surreal es mir wohl vorkommen wird.
Einige kleine Mankos gibt es noch - die wird man auch so schnell nicht wegbekommen. Teile des Bildes die außerhalb des Fokus gefilmt wurden sind natürlich auch in 3D unscharf. Auffällig ist dies vor allem in Szenen in denen jemand durch den Fokus durchläuft. Das Auge versucht den Fremdkörper zu fokussieren, aber ein scharf erkannter Oberkörper der unscharf auf Film gebannt wurde ist und bleibt eben doch nur eins: unscharf. Hoffen wir auf die Entwicklung der aus Star Trek bekannten Holokameras ;)
Teilweise tritt ebenfalls eine geringe Bewegungsunschärfe auf die an ein oder zwei Stellen einen komischen Effekt verursachten.

Unter'm Strich ärgere ich mich Avatar erst heute gesehen zu haben - dem letzten Tag an dem er in Frankfurt oder Offenbach noch in 3D ausgestrahlt wird. Ich hätte ihn gerne nochmal ein zweites mal gesehen. Auch bei einem Eintritt von 12,50 €.

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Comments (2) Trackbacks (0)
  1. Ja, in 2D kann ich ihn mir auch nicht richtig vorstellen. Ich habe ihn letzte Woche nochmal in 3D gesehen, aber nach dem ersten WOW!-Erlebnis relativiert sich das ganze doch ein wenig.

    Trotzdem ist er noch besser als Titanic :)

  2. In 3D fand ich ihn ganz gut. In 2D dann nur noch mies. Ohne den Effekt geht dem Film meiner Meinung nach leider jeder Reiz verloren. Gerade die erste Hälfte des Films schwächelt dann massiv.


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