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Portal - Speedy thing goes in, speedy thing comes out
Die letzten Spiele, die mich ähnlich gefesselt haben, waren Herr der Ringe: Online und World in Conflict - aber Portal übertrifft beides um Längen.
Hintergrund: Portal ist Teil der Orange Box von Valve ({{post id=”the-orange-box-ist-sie-ihr-geld-wert” text=”news” target=”_self”}}) und siedelt sich im Half Life Universum zur Zeit von Half Life 2 an. Dabei schlüpft der Spieler in die Rolle von “Chell“, einer Frau in orangenem Blaumann (Guantanamo-Style, Baby!) die als Versuchkaninchen für den Konzern “Aperture” und dessen Künstliche Intelligenz GLaDOS (Genetic Lifeform and Disk Operating System) herhalten muss. Gelockt von dem Versprechen, am Ende einen Kuchen zu bekommen, muss Chell den Weg durch etliche Parcours finden und danach fliehen.
Sehr zur Hilfe kommt einem dabei ein Gerät, das den Reiz an Portal ausmacht: die Portal Gun. Mithilfe der Portal Gun kann man Portale an allen glatten Flächen der Umgebung erstellen, durch die man dann gehen kann, um an anderer Stelle wieder herauszukommen. Setzt man also ein Portal an die Decke und eines an die Wand, kann man durch die Wand gehen und fällt kurz darauf von der Decke. Dabei macht es keinn Unterschied, durch welches der Portale man geht - beide sind bis auf die Farbe absolut identisch.
Der Reiz daran entsteht durch die Physik, die dahinter steckt. Wie die Physik und man selbst auf die Portale reagiert, bekommt man am Anfang von GLaDOS in den Parcours erklärt. So behält ein Objekt, das ein Portal betritt, alle physikalischen Attribute auch beim Austritt. Fällt man also in ein Portal mit hoher Geschwindigkeit rein, fliegt man aus dem anderen auch mit der gleichen Geschwindigkeit heraus. Oder wie es GLaDOS es so treffend formuliert: Speedy thing goes in, speedy thing comes out.
Überhaupt ist GLaDOS doch eine durchaus humorvolle KI (wie WikiQuote auch belegt - Achtung, Humor-Spoiler!). So wird wegen “dringenden Wartungsarbeiten” ein Parcours doch gleich mal gegen einen Schiessstand ausgetauscht.
Gegner im klassischen Sinne kennt Portal übrigens nicht. Zwar stellen sich einem redende Selbstschussanlagen gegenüber, doch diese sind stationär (können aber natürlich auch durch ein Portal “fallen”. Humor kommt in Portal defintiv nicht zu kurz bei Selbstschussanlagen, die sich meckernd darüber beschweren, dass man ihnen kein Ziel mehr bietet oder Euch bitten, sie wieder hinzustellen wenn Ihr sie durch die Gegend tragt. Das bringt einen mehr als einmal zum Grinsen
Leider hat Portal auch eine dunkle Seite - die Spieldauer. Ein schneller Spieler ist in gut 3,5 - 4 Stunden durch das Spiel gerannt. Auch wenn Portal noch einige Varianten der Level anbietet (nicht mehr als X Schritte/Portale/Sekunden), es ist recht schnell fertig. Aufgrund der immer gleichen Level ist der Wiederspielfaktor wohl auch eher gering. Trotzdem ist Portal ein echter Schatz in jeder Spielesammlung und erhält meine uneingeschränkte Kaufempfehlung!

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